Sanitäre Grundversorgung: Die Kinder machen mit!

"Was geschieht, wenn ich auf die Spülung drücke? Kannst du dir einen Tag ohne WC vorstellen? Weshalb muss man sich die Hände waschen?" Mit diesen Fragen beschäftigten sich 600 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren für die Schweizer Kampagne zur sanitären Grundversorgung.

Sanitäre Grundversorgung: ein unmögliches Zeichnungsthema?

600 Kinder haben die Herausforderung angenommen

Das Jahr 2008 wurde von der UNO zum Internationalen Jahr der sanitären Grundversorgung erklärt. Die Schweizer Kampagne ist ein Beitrag zum Millenniumsziel, die Zahl der Personen ohne Zugang zu einer sanitären Grundversorgung bis 2015 zu halbieren. Bisher wurden bereits verschiedene Aktionen durchgeführt: Erstellen dieser Website, Veröffentlichung einer Informationsbroschüre für das breite Publikum, Pressekonferenz mit grossem Echo, Wochenende der Offenen Türen in den Kläranlagen im Mai und Organisation von zwei Wanderausstellungen (BAFU-Kunsthochschule Lausanne).

Im Rahmen der Sensibilisierung legten die Partner der Kampagne Wert darauf, auch die Kinder direkt einzubeziehen. Diese wurden eingeladen, sich Gedanken zum Thema sanitäre Grundversorgung zu machen – eine Problematik, die bei Gross und Klein noch wenig bekannt ist. Rund 30 Primarschulen nahmen die Einladung an, 600 junge Talente griffen zu Pinsel und Stiften und stellten sich der Herausforderung.

Die Jury mit Fachleuten für Abwasser, Siedlungshygiene und bildende Kunst gab ihre Entscheidung am 18. Juni bei der DEZA in Bern bekannt. Sie zeigte sich beeindruckt von den klaren Aussagen, der Symbolkraft und dem universellen Charakter der Bilder. Die ersten acht Preise gingen an Kinder zwischen 8 und 10 Jahren. Ihre und alle anderen Zeichnungen können Sie auf dieser Website anschauen. Die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner werden sich im Aquaparc von Le Bouveret vergnügen oder in die neuesten afrikanischen Abenteuer der Lausanner Illustratorin Anne Wilsdorf eintauchen können.

Zur Erinnerung: Noch immer leben 2,6 Milliarden Menschen ohne Trink- und Abwasserversorgung. Mit der Anerkennung dieses grundlegenden Menschenrechts sind gewisse Fortschritte erzielt worden. Diese positive Entwicklung muss im Internationalen Jahr der sanitären Grundversorgung vorangetrieben werden. Die Schweizer Kampagne soll aktiv zum Ziel beitragen, dass dieses Recht endlich anerkannt und weltweit durchgesetzt wird.

An der Kampagne beteiligen sich sieben Partner aus dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft: Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Eidgenössische Wasserforschungs-Institut (EAWAG), der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) und der Westschweizer Verband der Betreiber von Kläranlagen (GRESE).

Und die Gewinner sind...